Search
  • Center Yourself

Ein bisschen Anatomie

Um die Idee und Prinzipien, die hinter der Methode der Körperzentrierung stecken besser verstehen zu können, ist es hilfreich, wenn ein gewisses Wissen über den Aufbau und die Funktionsweise des menschlichen Körpers vorhanden ist.

Deswegen werde ich hier einen groben Überblick über die wichtigsten Strukturen im Körper erstellen.

In weiteren Beiträgen werde ich auf Funktion und Dysfunktion verschiedener Strukturen eingehen und den Bezug zu möglichen Fehlstellungen darlegen.




Die Wirbelsäule


Die menschliche Wirbelsäule ist Teil des Achsenskelett unseres Körpers, sie trägt den Kopf und umschließt und schützt das Rückenmark.


· Die Wirbelsäule besteht aus 33-34 Wirbeln (24 freien und 9-10 verschmolzenen)

· Den Zwischenwirbelscheiben (Bandscheiben)

· Dem Bandapparat

Die Wirbelsäule gliedert sich in:


· 7 Halswirbel (C1-C7)

· 12 Brustwirbel (Th1 -Th12)

· 5 Lendenwirbel (L1-L5)

· 5 Kreuzbeinwirbel (verwachsen)

· 4-5 Steißbeinwirbel (verwachsen)


Die Wirbelsäule ist bei aufrechter Körperhaltung doppelt s-förmig gekrümmt. Sie weist zwei Krümmungen nach vorne (Hals- und Lendenlordose) und zwei nach hinten (Brust- und Sakralkyphose) auf. Eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule ist pathologisch (von griechisch: pathos – Leiden) und wird als Skoliose bezeichnet.

Die Wirbelsäule ist beweglich und erlaubt uns Bewegungen in die 4 Richtungen (Seitwärtsneigung, Vor- und Rückneigung) und eine Rotationsbewegung um die eigene Achse.



Die Bandscheiben


Zwischen den 24 freien Wirbeln liegen 23 Bandscheiben, die zusammen mit den Bandapparat und der Muskulatur für gleichzeitige Stabilität und Beweglichkeit sorgen.


Die Bandscheiben bestehen aus einem äußeren Ring mit straffen Faserknorpel im inneren befindet sich ein gallertartiger, elastischer Kern, der zu über 80% Wasser enthält.

Die Bandscheiben mit der Funktion eines Stoßdämpfers liegen wie ein Wasserkissen zwischen den einzelnen Wirbelkörper. Sie erhöhen die Beweglichkeit der Wirbelsäule, in dem sie sich entsprechend verformen. Durch Belastung werden sie zusammengedrückt, bei längerer Entlastung nehmen sie wieder ihre ursprüngliche Form an.





Das Rückenmark:


Innerhalb der Wirbelsäule, dem Spinalkanal liegt das Rückenmark. Es ist ein langer, zylindrischer Strang, der dem Zentralnervensystem zugeordnet wird. Er beginnt am Hinterhauptsloch und endet auf Höhe des 1. -2. Lendenwirbels. Von dort geht er in die cauda equina über, einem Faserartigen Strang von

Nervenwurzeln, der sich bis zum Kreuzbein erstreckt.



Die Spinalnerven:


Die Spinalnerven treten paarig angeordnet seitlich über die Zwischenwirbellöcher aus und dienen einerseits der Signalübermittlung vom Gehirn an das Zielorgan, andererseits werden Signale von der Peripherie zurück an das Gehirn übermittelt.




23 views0 comments